Konstruktivismus

In der Deutschen Schule Nikolaus Kopernikus werden unter Aspekten der Lernentwicklung wie konstruktiv- erforschende Lehrmethoden immer wieder betont. Geistige Flexibilität und Aktivität sind von höchster Bedeutung für jeden Entwicklungsstand, verbunden mit körperlicher Aktivität und führt leichter zum Ziel. Die Inhalte und Konzepte, die die Schüler lernen müssen, stehen im Zentrum des konstruktiven Unterrichts. Für uns steht der Inhalt nicht an erster Stelle. Die Erfahrungen, Ideen und Vorkenntnisse der Schüler stehen an erster Stelle. Das Erfahren des Inhalts basiert dann auf dem Wissen des Schülers durch seine aktive Teilnahme.

Die Umsetzung konstruktiver Ansätzen im Klassenzimmer wird in fortschrittlichen Lernmodellen, insbesondere in naturwissenschaftlichen Klassenräumen, in denen experimentelles Lernen üblich ist, immer beliebter. Konstruktive Ansätze umfassen Learning by Doing, problemlösendes, praktisches Lernen, Forschung und Entdeckungslernen. Der Konstruktivismus fördert lebenslanges Lernen, macht den Prozess zu etwas Persönlichem und ergänzt das, was wir bereits gelernt haben. Konstruktive Ansätze bereiten die Schülerinnen und Schüler darauf vor, reale Probleme zu lösen und selbst zu denken.

Der Konstruktivismus wird oft interpretiert als: Lernen lustig und aktiv zu machen; manchmal wird Aktivität nur als körperliche Aktivität missverstanden. Entweder durch den Wunsch, Alternativen zur Bildung zu finden, oder durch unvollständigere Darstellungen der konstruktivistischen Theorie, sind viele Interpretationen des Konstruktivismus inkorrekt.

Der Konstruktivismus wird auch oft als eine Theorie des Lernens missdeutet, die die Studenten zwingt, das Rad neu zu erfinden. In der Tat nutzt der Konstruktivismus die angeborene Neugier des Schülers auf die Welt und darauf, wie die Dinge funktionieren. Die Schüler erfinden das Rad nicht neu, sondern versuchen zu verstehen, wie es funktioniert. Sie engagieren sich, indem sie ihr vorhandenes Wissen und ihre Erfahrung von der realen Welt anwenden, die Hypothese lernen, ihre Theorien testen und schlussendlich Schlussfolgerungen aus ihren Erkenntnissen ziehen.

Das Ziel unserer Lehre sollte immer sein, ein Verständnis des gegenwärtig, akzeptierten Wissens in einer bestimmten Disziplin auf eine bestimmte Weise zu entwickeln, die das Verständnis der Schüler beeinflusst. Der Konstruktivismus ist keine Methode. Es ist eine Theorie des Wissens und Lernens, die die Praxis informieren, aber nicht die Praxis vorschreiben sollte.

Der Konstruktivismus betont von Natur aus die Bedeutung des Unterrichtskontextes, des Vorwissens des Schülers und der aktiven Interaktion zwischen dem Schüler und den zu lernenden Inhalten. Es gibt keine Lehrmethode, die allein aufgrund ihres konstruktivistischen "Fits" vorgeschrieben oder verboten werden muss.

Die konstruktivistischen Ansätze zur Lehrerbildung müssen die wichtige Verbindung zwischen Inhalt und Erwerb erkennen. Der Konstruktivismus muss alle Instanzen des Lernens erklären können.Im konstruktivistischen Klassenraum bewegt sich der Fokus eher vom Lehrer auf die Schüler. Das Klassenzimmer ist nicht länger ein Ort, an dem der Lehrer ( „Experte“) Wissen an passiven Studenten gibt, die hoffen, als leeren Gefäße gefüllt werden. Sondern im konstruktivistischen Modell fordert er die Schüler auf, sich aktiv an ihrem eigenen Lernprozess zu beteiligen.

Im Gegensatz zur Kritik einiger Pädagogen (konservativ / traditionell), soll der Konstruktivismus das Expertenwissen oder die aktive Rolle des Lehrers nicht ausschließen. Der Konstruktivismus modifiziert diese Rolle, sodass Lehrer den Schülern helfen, Wissen aufzubauen, anstatt eine Reihe von Fakten zu reproduzieren. Der konstruktivistische Lehrer bietet Werkzeuge wie problemlösende und forschungsbasierte Lernaktivitäten an, mit denen Schüler ihre Ideen formulieren und testen, Schlussfolgerungen und Erkenntnisse erzielen und ihr Wissen in einer kollaborativen Lernumgebung gruppieren und weitergeben.