Spielerisch Lernen

Eine weitere Herausforderung für die Bildung im 21. Jahrhundert besteht darin, die Schüler kontinuierlich motiviert und interessiert am Lernen zu halten. Wenn wir uns an unsere eigene Schulbildung erinnern, wo wir viele Seiten eines Buches für eine Prüfung lesen und auswendig lernen mussten, oder endlose Stunden damit verbrachten, eine neue Sprache zu lernen, sind die Erinnerungen meist nicht positiv.

In der heutigen Welt der Technologie interessieren sich Kinder schon früh für elektronische Geräte und können, wenn sie richtig eingesetzt werden, viele Dinge damit lernen, die für das Leben wirklich nützlich sind.

Auch besteht eine Herausforderung der Bildung im 21. Jahrhundert darin, dass Lehrer nicht länger das Zentrum des Klassenzimmers sind, sie nicht mehr nur frontal unterrichten. Ihre Rolle hat sich geändert. Durch den Einsatz neuer Methoden, die die Kinder stärker motivieren, sich aktiver am Unterricht zu beteiligen, hat dies den Lernprozess nachhaltig beeinflusst.
Das Lernen, basierend auf spielerischem Lernen oder Game-based Learning (GBL) versteht den Einsatz von Spielen als Unterrichtswerkzeuge zur Unterstützung des Lernens sowie zur Überprüfung des erworbenen Wissens. Mit traditionellen Spielen,und heutzutage ist es in Mode, digitale Medien wie Tablets oder Computer zu benutzen, gibt es viele Anwendungen, die es ermöglichen, verschiedene Fähigkeiten zu nutzen, je nach Alter und Interesse der Schüler. Von Anwendungen zu lernen, richtig zu schreiben, Formen zu identifizieren, Figuren und Farben zuzuordnen, ist eine Möglichkeit, die das logisch-mathematische Denken von Kindern oder anderen Intelligenzen wie musikalische, sprachliche und visuelle oder räumliche Fähigkeiten fördert.

Auch höher entwickelte Anwendungen, in denen sie Geschäftsmodelle, Architekturdesign und sogar reale Simulatoren erstellen können, sind heute denkbar. Die Schüler wollen nicht nur wissen wie Dinge in der Theorie funktionieren, sie wollen in der Praxis herausfinden wie sie funktionieren. Ein traditionell gestalteter Unterricht, langweilig unmotivierend wandelt sich in eine aktive spannende und forschende Lernumgebung, in der die Studenten unterschiedliche Denkweisen ausprobieren und Ergebnisse "realitätsnah" erzielen. Die Schüler übernehmen Eigenverantwortung für ihr Tun und sind diejenigen die ist jetzt derjenige, die ihr eigenes Tempo bestimmen in dem sie spielerischen Lernen.

Einige Beispiele für diese Art des Lernens in den Vorschul- und Grundschulklassen sind Razkids, ein Interaktiv-Programm zum Erlernen der englischen Sprache, Inventionen 1 und 2, die logisches Denken und räumliche Fähigkeiten fördern, sowie Kids Planet Discovery, wo Kinder unter anderem früh interaktive und lustige Anwendungen in Geografie und Demografie lernen.
In der Deutschen Schule Nikolaus Kopernikus gehen Schüler schon früh mit solchen Werkzeugen um und entwickeln so ihre unterschiedlichen Kompetenzen. Spielerisches Lernen macht das Lernen selbst zu einem unvergesslichen, nachhaltigem Erlebnis. Dieser Effekt existiert nicht, wenn man sich stupide und nur theoretisch auf beispielsweise einen Test oder eine Prüfung vorbereitet.

Aus diesem Grund müssen Klassenräume des 21. Jahrhunderts diese Art von Werkzeugen enthalten, die es Kindern ermöglichen, zu experimentieren, mehr und besser zu lernen.